Am 11. September findet in Solothurn zum ersten Mal ein öffentlicher Gassenrundgang statt. Er wird von Studierenden der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit zusammen mit der Suchtfachstelle PERSPEKTIVE Region Solothurn durchgeführt und widmet sich den Themen „Sucht“ und „Randständigkeit“.
Der Gassenrundgang ist eine aktive Begehung des öffentlichen Raums in Solothurn im Hinblick auf die Lebenswelt von Suchtbetroffenen. Die Teilnehmenden lernen die Dienstleistungen der PERSPEKTIVE Region Solothurn kennen und werden über die Suchtarbeit informiert. Während und nach dem Rundgang besteht die Möglichkeit, eigene Bilder und Haltungen zu reflektieren, offene Fragen zu klären, gemeinsam zu diskutieren und Gedanken auszutauschen.
Wir kennen viele Formen von Sucht in unserer Gesellschaft und längst nicht alle Suchtbetroffenen führen ein unkonventionelles Leben. Der Gassenrundgang thematisiert die Illegalität von Suchtmitteln und deren möglichen Auswirkungen auf das Leben und die Umwelt einer Person. Menschen, welche illegale Suchtmittel konsumieren, gehören zu einer Randgruppe der Gesellschaft und stehen immer wieder im Zentrum öffentlicher und politischer Diskussionen. Seit der Revision des Betäubungsmittelgesetzes 2008 ist die Viersäulenpolitik in der Schweiz gesetzlich verankert.
Diese Politik beinhaltet die Prävention, die Verminderung der Drogentodesfälle und der Beschaffungskriminalität, die Verbesserung der Gesundheit der Abhängigen sowie das Verschwinden der offenen Drogenszene. Welche Rolle spielt dabei die Suchtarbeit, die Öffentlichkeit, die Polizei?
Solche und andere Fragen sollen auf dem Rundgang geklärt werden.